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16.Dezember 2008 - 19:00

Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte GmbH – “Herausforderungen und Chancen für den Wirtschaftsanwalt”


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Der UNIMC freute sich sehr Herrn Dr. Egermann (Senior Partner bei Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte) zu einem Job Talk im Management Club begrüßen zu dürfen.

Als Einstieg erzählte Herr Dr. Egermann kurz von seinem Werdegang, angefangen beim Jus-Studium, über die Arbeit in einer internationalen Kanzlei, bis hin zum Senior Partner in der eigenen Wirtschaftskanzlei.

Dabei gab er den zukünftigen Anwälten wertvolle Tipps für ihr Studium. Seiner Ansicht nach sollte man seine Wahlfachkörbe auf jeden Fall nach eigenen Interessen wählen, trotz der Tatsache, dass wirtschaftliche Themen gerne gesehen werden. Da es aber eine Illusion sei, dass man sich später an all das im Studium erworbene Wissen erinnern kann, sei es natürlich auch kein Problem wirtschaftliche Themen nach dem Studium nachzulernen. Außerdem meinte er, dass das im Studium Gelernte zwar sinnvoll ist, jedoch oft zuwenig Praxisbezug hat. Als Beispiel dafür führte er das Zivilrecht an: man lerne zwar die Theorie auf der Universität, das Gefühl dafür hätte man aber trotzdem nicht. Dieses Gefühl bekomme man erst in der Realität, zum Beispiel mit zivilrechtlichen Verfahren im Gerichtsjahr. Daher kann man folgern, dass die Arbeit als Jurist sehr von „learning by doing“ geprägt ist.

Ebenfalls unverzichtbar für die Arbeit als Rechtanwalt sind gute Englischkenntnisse. Dass man sich mit dem „Juristenenglisch”, also dem Fachvokabular, schon während des Studiums vertraut macht, ist daher ratsam. Vor allem in internationalen Kanzleien ist ein großer Prozentsatz der täglichen Arbeit in Englisch. Man wächst aber auch hier mit „training on the job“ in die Aufgabe hinein.

Interessant war es auch zu erfahren, worauf Kanzleien und natürlich in erster Linie die Kanzlei Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte bei einer Bewerbung achten. Das erste Thema waren die Noten: hier meinte Dr. Egermann, dass diese zwar angesehen sind und zur Kenntnis genommen werden, jedoch nicht alleine ausschlaggebend sind. Meist zeigen Noten eine Grundhaltung und Motivation, die mit einem interessanten Lebenslauf korrelieren. Viel wichtiger jedoch seien Faktoren, wie Praktika und Berufserfahrung, soft skills und facts, sowie besondere Interessen.

Abschließend beleuchtete er die Arbeit in seiner eigenen Kanzlei. Den Unterschied zu einer Großkanzlei sieht Dr. Egermann im familiären Klima. Die Kanzlei Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte besteht seit Kurzem aus vier Partnern und insgesamt 15 Mitarbeitern, wobei sich jeder Partner auf ein anderes Gebiet spezialisiert hat. Diese durchschaubare Struktur hat den Vorteil, dass niemand untergeht, sich aber auch niemand verstecken kann. Die Kanzlei zeichnet sich auch durch eine Politik der offenen Türen aus, die kürzere und dadurch schnellere Entscheidungswege zulässt.

Natürlich hatten die Studenten anschließend wieder die Möglichkeit durch Fragen genauere Informationen, bezüglich Arbeitsweise, Ausbildung und Herausforderungen der Branche, zu erhalten.