Der Uni Management Club Wien freute sich sehr die erste Kanzlei im heurigen Jahr begrüßen zu dürfen.
Die Großkanzlei Dorda Brugger Jordis (DBJ) gehört zu den führenden Wirtschaftsrechtskanzleien Österreichs. Seit der Gründung im Jahr 1976 ist die Kanzlei stetig gewachsen und zählt heute zu den größten Anwaltsgesellschaften Österreichs.
Helmut Rumpf (Kanzleimanager), Dr. Stephan Polster – (Partner) und Mag. Marguerita Müller (seit September 2007 Konzipientin) legten ihren Fokus vermehrt darauf, auf was es im täglichen Business ankommt.
Im juristisichen Bereich sei es wichtig, sich auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren um dann auf diesem Gebiet seine Fähigkeiten perfektionieren zu können. Daher setzt DBJ auf Teams, in denen jeder seinen Neigungen entsprechend eingesetzt wird. Die Teams bestehen aus einem Partner an der Spitze, Anwälten, Konzipienten und eventuell auch Trainees. Natürlich sei es auch jederzeit möglich, in ein anderes Team hinein zu schnuppern oder Arbeiten aus anderen Gebieten zu übernehmen. Durch dieses System erhalten vor allem junge Absolventen einen Einblick in die vielen unterschiedlichen Rechtsgebiete. Trotzdem gehe dabei nicht die Möglichkeit verloren, sich auf einen Bereich zu spezialisieren.
Die Förderung der Nachwuchskräfte ist für DBJ äußerst wichtig. In einer großen Kanzlei ist Platz für viele unterschiedliche Persönlichkeiten – folglich gibt es auch kein Patentrezept für den „perfekten Bewerber“. Für Studenten bietet DBJ im Rahmen seines Trainee Programms bereits während des Studiums Möglichkeiten, in den Arbeitsalltag einer Großkanzlei hinein zu schnuppern. Einerseits gibt es die Gelegenheit zwei mal fünf Stunden pro Woche erste Erfahrungen zu sammeln und andererseits besteht auch die Möglichkeit einer Vollzeitanstellung während der Sommermonate.
Beim Einstieg in die Kanzlei bekommt jeder „Neuling“ einen Ausbildungspass und eine Liste mit Dingen, welche jeder Jurist zumindest einmal gemacht haben sollte (Klage, Konkursantrag, etc).
Was sind nun die essentiellen Punkte, um in einer Großkanzlei Karriere zu machen?
Die Gäste von DBJ betonten, dass vor allem die Ausbildung essentiell sei. Obwohl auf der Uni oftmals alles sehr theoretisch erscheinen würde, könne auf Grundlagen und eine solide Grundausbildung einfach nicht verzichtet werden. Außerdem sollte man keine Scheu haben, über den Tellerrand zu blicken und fremde Kulturen, Sprachen und Rechtssysteme kennen zu lernen. Und auch Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen sind weiter wichtige Erfolgsfaktoren.
Frau Mag. Müller, die als Konzipientin bei DBJ arbeitet, brachte das Conclusio des Abends auf den Punkt: „Je mehr Energie man in die Arbeit und den Lernprozess hineinsteckt, desto mehr bekommt man auch zurück und desto mehr lernt man schlussendlich auch.“