Der UNIMC lud 12 interessierte Studenten zur besonders spannenden Executive Lounge mit Dr. Eva Dichand ein.
Die WU-Absolventin und heute erfolgreiche Medienunternehmerin startete ihren Berufsweg im Consulting bei Roland Berger. Danach führte sie ihre aufstrebende Karriere in das Private Equity Geschäft zur UIAG, wo sie das Handwerk des Investmentbankings, aber auch sehr viel Essentielles für ihren weiteren Berufsweg, lernte.
Durch Zufall rutschte sie in den Printmedienbereich, und ist seit 2005 Geschäftsführerin und Herausgeberin der erfolgreichen Gratiszeitung „Heute“.
Die Zeitung begann ihren Erfolgsweg mit einer Auflage von 130.000 Stück, im Jahr 2008 sollen bereits 400.000 Stück gedruckt werden. „Heute“ hat eine Reichweite von 25%. Das Unternehmen verzeichnete von 2006 auf 2007 eine Umsatzsteigerung von 70%. Die Tatsache, dass 39% aller Wiener unter 30 täglich „Heute“ lesen, macht die Zeitung zu einem außergewöhnlich beliebten Medium für Anzeigen, vor allem da es für Unternehmen heutzutage immer schwieriger wird ihre Zielgruppen zu erreichen.
Frau Dr. Dichand erklärt den Erfolg der Gratiszeitung ganz einfach: „Jeder nimmt’s, ob jung oder alt, ob Geschäftsmann oder Rauchfangkehrer. „Heute“ ist kein Produkt, das andere Zeitungen substituiert; auch ein „Presse“ Leser schmökert bei der Fahrt in die Arbeit in der „Heute“. Außerdem wird die Zeitung dem Leser keineswegs aufgedrängt, jeder muss aktiv zu den Ständern gehen und sich seine „Heute“ holen. Dies steigert zusätzlich die Akzeptanz des Produktes.“
Die Kunst von „Heute“ sei es, ein einfaches Produkt sehr gut zu machen. Marktabschöpfung könne in jenem Bereich nur erreicht werden, wenn man die breite Masse für sich gewinnt. Auch dem Wochenmagazin „LIVE“ unterliegt eine gut durchdachte Strategie. Das Fernsehprogramm, dass in dem Beihefter enthalten ist, regt die Leser dazu da, die Zeitung mit nach Hause zu nehmen, und dies wiederum erhöht die Nutzungsdauer.
Die ursprüngliche Grazerin gab auch sehr private Einblicke in ihr Leben preis. Die zweifache Mutter erklärte, dass ihr Familienleben sehr viel an Organisation und klaren Strukturen bedarf. Dies sei dann besonders wichtig, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Man müsse kämpfen, viel arbeiten und dürfe nie aufgeben um schlussendlich glücklich zu sein.
Eines hebt die Medienmanagerin jedoch zum Abschluss noch besonders hervor:“ Was nützt das schönste Haus, der schönste Garten und der Privatjet, wenn man all das nicht mit jemandem teilen kann. Meine Familie und eine funktionierende Partnerschaft sind für mich das Allerwichtigste im Leben!“