Gerald Hörhan empfing den UNIMC in seinem Loft in der Nähe des Stephansdoms, erzählte über seine Erfahrung in der Immobilienbranche, der Beratung, im Investment Banking und verriet einiges zu seinem Buch.
Passend zum Titel seines Buchs „Investment Punk” begrüßte Gerald Hörhan die TeilnehmerInnen der Executive Lounge in Jeans und T-Shirt. Gerald Hörhan absolvierte einen Bachelor in Business und machte anschließend einen Master in Mathematik, beides in Harvard. Neben seinem Studium hatte Gerald Hörhan mehrere Jobs, unter anderem an der Wall Street. Nach Abschluss des Studiums begann er im Investment Banking bei JP Morgan in New York zu arbeiten. Später ging er nach Frankfurt zu McKinsey und stieg anschließend als Partner bei einer Schweizer Private Equity-Gesellschaft ein. Mittlerweile ist Hörhan im Vorstand von Pallas Capital, das Kapitalbeschaffung für mittelständische Unternehmen und M&A-Beratung anbietet.
Schon in der Schule habe er sich kein „normales“ Leben vorstellen können und wusste: „Entweder ende ich in der Gosse, oder an der Spitze.“ In Harvard lernte er nicht nur fachliches Wissen, sondern vor allem wie die Welt funktioniert, rasch und effizient zu arbeiten und neue kreative Denkansätze.
In seiner Zeit bei McKinsey lernte Hörhan dank seines lebensfrohen Lebensstils die Stadt Frankfurt sehr gut kennen, was ihm später beim Kauf von Immobilien viel helfen würde. Der Einstieg in das Immobiliengeschäft erfolgte als sich Freunde von ihm beklagten, die Vermieterin wolle das Haus verkaufen, was es schwierig für sie machte, ihren Hund zu behalten. Nach harten Verhandlungen mit der Vermieterin kaufte Hörhan seine erste Immobilie. Obwohl er McKinsey als sehr gute Firma bezeichnet, passte das Unternehmen nicht zu seinem Arbeitsstil: Dresscodes sind ihm zuwider und er schläft gerne lange, was sich mit einem Arbeitsbeginn um 8 Uhr in der Früh nicht vereinbaren lässt. Nach der Arbeit bei einer Schweizer Private Equity-Gesellschaft begann er schließlich sein eigenes Investment Banking-Geschäft aufzubauen, das von Anfang an profitabel war. Hörhan habe das Glück gehabt, viele Leute zu kennen, die etwas verändert haben. Er beobachtete außerdem ihre Fehler und lernte daraus.
Seinen Erfolg spricht Hörhan seinem Geschäftssinn und seiner Rebellion gegen das System zu: „Wer erfolgreich sein will und trotzdem gerne feiert und frei ist, der muss bereit sein, gegen das System zu rebellieren.“ Allerdings kann man nicht von unten heraus rebellieren, sonst wird man nicht erfolgreich sein. Seinen Geschäftssinn beschreibt Hörhan folgendermaßen: „Wenn ich ein gutes Geschäft sehe, dann kann ich es nicht auslassen, auch wenn ich übermüdet bin oder gerade Party mache.“ Sein abschließender Rat an die TeilnehmerInnen: „Im Geschäftsleben muss man Sachen auch physisch anschauen und Hausverstand haben.“
Der UNIMC dankt Gerald Hörhan für eine unkonventionelle Executive Lounge, die die TeilnehmerInnen ermutigte „nicht den Weg zu gehen, den jeder geht.“