Staatsoperndirektor Ioan Holender stammt aus einer jüdischen Familie und wuchs dreisprachig auf. Sein Vater hatte in Timisoara (auch Temeswar) eine Marmeladen- und Essigfabrik, die 1948 enteignet wurde. Um einen Zugang zum Studium zu erhalten, arbeitete er zuerst ein Jahr bei der Straßenbahn. Anschließend studierte er Maschinenbau, Fachrichtung Dampfmaschinen, an der Technischen Hochschule Timisoara. 1956 wurde er aufgrund der Teilnahme an Studentenbewegungen aus politischen Gründen von allen Hochschulen des Landes exmatrikuliert.
Danach arbeitete Ioan Holender bis 1959 unter anderem als Tennistrainer und Regieassistent, bis er aufgrund der Familienzusammenführung nach Wien ausreisen durfte (seine Mutter war bereits in Wien). Ursprünglich wollte er sein Technikstudium fortsetzen, begann aber dann doch ein Gesangsstudium in Wien.
1966 trat Holender als Mitarbeiter in die Theateragentur Starka ein, die er nach einigen Jahren übernahm und als Opernagentur Holender zu einer der bedeutendsten Agenturen mit Stars wie ua. Placido Domingo machte.
Mit uns wird sich Staatsoperndirektor Holender über Kunst in Österreich, Management in der Kunst, die Möglichkeiten junger Menschen im vereinten Europa und die persönlichen Fähigkeiten, die einen trotz widrigster Umstände nicht sein Ziel aus den Augen verlieren lassen, unterhalten.
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