Am 16. November war der bekannte Wiener Unternehmer und Teppichhändler Kommerzialrat Mag. Ali Rahimi zu Gast im Uni Management Club Wien. Rahimi gewährte den TeilnehmerInnen der Executive Lounge einen spannenden Einblick in die kleine Welt eines großen Lobbyisten.
Der Perser, der in Wien aufwuchs, in Graz studierte und seit jeher sein gutes Händchen fürs Netzwerken bewiesen hat, zeigte sich erfreulich offen und diskutierte mit Begeisterung über die Themen Ausbildung, Netzwerk, Integration und Politik mit den Anwesenden. Dem Mann, der früher einen Adrenalinstoß hatte, wenn ihn Leute auf der Straße wiedererkannten, sagt man heute mit Recht nach, dass sein Netzwerk enger geknüpft sei als jeder persische Teppich.
Seinen akademischen Abschluss an der KF-Universität in Graz sieht er mehr denn je als sehr wichtig an, denn laut Rahimi sei das was man hat sehr wertvoll, denn das könne einem niemand wegnehmen. Im Besonderen könne Wissen von Niemandem entwendet werden. Dies war früher aber ganz anders und vor allem dem sanften Druck seiner Eltern hat er es zu verdanken, dass ihm bewusst wurde, wie wichtig es ist Dinge, die er anfinge auch zu beenden.
Am Beginn seiner Netzwerker-Karriere wurde er von seinem persönlichen Mentor Josef Holaubek, ehem. Wiener Polizeipräsident, beeinflusst. Ein Mentor sei, wie auch der Freundeskreis und die Familie richtungweisend, doch entscheidender für Rahimi, war seine eigene persönliche Einstellung. So gefiel es ihm besonders Leute kennenzulernen. Er hatte Spaß daran sich mit Menschen, deren Leben und Problemen auseinanderzusetzen und dies schaffte der Wiener Teppichhändler ohne aufdringlich zu wirken.
Auf die Frage, was der erfolgreiche Teppichhändler und Lobbyist heute anders machen würde, erklärte er, dass er viel mehr Sprachen erlernen würde und während seines Studiums die Möglichkeit nutzen würde ins Ausland zu gehen, um andere Kulturen kennenzulernen, denn mit Reisen verliere man den Tunnelblick. Hierzu fand er folgende Worte:
„Je größer der Horizont, desto kleiner die Welt!“
Im Grunde ist es für jeden von uns von enormer Bedeutsamkeit, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und eine soziale Intelligenz aufzubauen. Dazu meinte er, dass Zuhören und das Weglassen von unnötigen Eitelkeiten und der zuvor schon erwähnten Aufdringlichkeit eine gute Basis darstellen, um das Vertrauen des Gegenübers zu gewinnen. Jeder Netzwerker braucht demnach Persönlichkeit, aber auch eine Bühne. Die Bühne müsse gefunden oder geschaffen werden. Die meisten Menschen wären einsame Menschen und deshalb sei es wichtig, Sensibilität, Loyalität und Einfühlungsvermögen zu beweisen. Ein guter Netzwerker gäbe anfangs mehr, als er bekäme, erst später würde es sich zu einer Balance zwischen Geben und Nehmen entwickeln. Eine politische Meinung zu haben sei in seinen Augen ebenfalls von großer Wichtigkeit. Selbst bezeichnete er sich als rechter Roter oder linker Schwarzer und outete sich als Keynsianer.
Zum Abschluss wurde über sein Projekt „Wirtschaft für Integration“ gesprochen. Da er für die Wirtschaft und für Österreich etwas tun wollte, beschloss, er einen Verein zu gründen, der Integration fördert. Wichtig für die wirtschaftliche Integration sei ein Hands-on Approach und Vorurteile abzubauen. Hierzu passend, sein Lieblingszitat: „Es ist einfacher, ein Atom zu spalten, als ein Vorurteil.“ (Albert Einstein)
Im Anschluss an die Executive Lounge bot der Uni Management Club ausreichend Gelegenheit zum weiteren Kennenlernen bei Brötchen und Getränken.
Der Uni Management Club Wien dankt den TeilnehmerInnen der Executive Lounge und KR Ali Rahimi für diesen interessanten Abend und die aufschlussreichen Einblicke.
Kurzbio:
Ali Rahimi, geboren 1964 in Teheran, studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (BWL) an der Karl-Franzens-Universität in Graz und ist seit den 1980er Jahren im Teppichhandel tätig. 1997 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Reza Rahimi die Leitung des renommierten väterlichen Unternehmens in der Spiegelgasse 6 im 1. Wiener Gemeindebezirk.