Am 9. Dezember lud MMag. Peter Oswald 13 Studierende zur letzten Executive Lounge des UNIMC im Jahr 2010 in die Zentrale des Verpackungs- und Papierproduzenten Mondi ein. Zusammen mit Marketing Manager Albert Klinkhammer und HR Director Dr. Hannes Raunig gewährte er einen privaten Einblick in seine berufliche Laufbahn und in das Unternehmen Mondi.
Einleitend erfuhr das Publikum, dass Herr Oswald bereits in frühen Jahren den Wunsch hatte „Chef zu sein“ – er wollte Dinge gestalten und verändern. Dieser Wunsch spiegelt sich auch in seinem frühen politischen Engagement wider, denn er war zunächst als Schulsprecher und später als stv. Bundesschulsprecher aktiv.
Trotz dieses frühen Plans „Chef zu sein“, betonte Oswald stets nach folgendem Motto vorzugehen:
„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ (John Lennon)
Dennoch sollte es einen roten Faden geben, so Oswald, und führte als Beispiel seinen eigenen Werdegang an: Als Absolvent der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften hatte Oswald zunächst den Wunsch Rechtsanwalt zu werden, doch nahm er schließlich das Angebot einer Stelle als Geschäftsführer in einem Verlag an.
Seine berufliche Laufbahn führte ihn als nächsten Schritt zur Deutschen Bank nach Deutschland, anschließend war er als Turn Around Manager tätig und schlussendlich kam der jetzige CEO zu Mondi.
Auf die Frage nach Führungsqualitäten, antwortete Oswald, dass er glaube, dass vor allem erfolgskritische Qualitäten angeboren seien, vieles, was gute Führung ausmacht, aber auch erlernbar sei. Er glaube außerdem daran, so Oswald weiter, dass, wenn man Führungsqualitäten hauptsächlich über den Lernweg gewonnen habe, der Erfolg begrenzt sei. Einen guten Vorgesetzten mache vor allem Charakterstärke aus, hinzu komme die Fähigkeit für konstruktive Kritik, die essenziell sei.
Um Karriere zu machen, sollte man sich seiner Schwächen bewusst werden, sich aber vor allem auf seine Stärken konzentrieren und jene nutzen, die erfolgsrelevant sind, gab Oswald den Anwesenden mit auf den Weg. Seine Stärken seien seine analytische und strukturelle Vorgehensweise und seine Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen.
Warum es Herrn Oswald nicht in die Politik verschlagen hat, sei darauf zurückzuführen, dass man als Politiker einen geringeren Gestaltungsspielraum hätte. Das heutige Problem der Politik sei der Populismus und das Schielen auf Wählerstimmen, das Entscheidungen erschwert, so Oswald.
MMAg. Oswald betonte zudem, dass unternehmerisches Denken auch bei den MitarbeiterInnen sehr wichtig sei. Der/die ManagerIn sollte zwar einen gewissen Rahmen mit allgemeinen Spielregeln schaffen, doch innerhalb dieses Rahmens müsse es Freiräume für die MitarbeiterInnen geben um den Erfolg eines Unternehmens zu gewährleisten.
Abschließend lud das Unternehmen zu einem Dinner, bei dem die anwesenden Gäste die Möglichkeit hatten, in entspanntem Rahmen Fragen zu stellen und mehr Informationen über das Unternehmen Mondi zu erhalten.
Der UNIMC bedankt sich beim Unternehmen Mondi und inbesondere bei Herrn MMag. Peter Oswald für diesen interessanten, spannenden und kulinarisch sehr ansprechenden Abend!